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4. AKS-Bundestreffen vom 11.-13.11.2016 in München

26 Mai

„Solidarität statt Ausgrenzung – Ansätze kritischer Sozialer Arbeit“

Rechte Bewegungen erstarken. Rassistische Positionen werden salonfähig.
Sozialarbeiter*innen können im Flüchtlingskontext fast nur noch „Krisenmanagement“ leisten: Unter den bestehenden Rahmenbedingungen (Asylpaket 1&2) ist die Handlungsfähigkeit für Professionelle und Betroffene strukturell bedingt nur noch beschränkt gegeben.
Gleichzeitig rücken andere übergeordnete Themen wie z.B. Arbeitslosigkeit und die Verteilungsfrage aus dem Blick- und Diskussionsfeld. Ökonomische Dimensionen sozialer Problemlagen werden auch innerhalb unserer Profession spätestens in der Praxis fast völlig ausgeblendet. Von prekären Arbeitsbedingungen sind wir als Sozialarbeiter*innen oft auch selbst betroffen.
Für eine kritische Soziale Arbeit stellt sich – weiterhin – die Frage, wie und mit welcher Haltung wir in der Praxis arbeiten wollen, welche Ziele wir vertreten und wie wir uns politisch einmischen können.
Wir wollen auch diskutieren, wie wir uns im Alltag organisieren können, um gesund und solidarisch in der Praxis bestehen zu können.

Viele dieser Fragen werden schon lange in den einzelnen Arbeitskreisen kritischer Sozialer Arbeit debattiert.
Wir laden zum Bundestreffen alle AKS-Gruppen sowie alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch ein.

Für weitere Informationen siehe die Homepage des AKS München.

 

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Dressur zur Mündigkeit? – Aktualisierte Fassung des Aufrufs

21 Jul

13.07.2015: Für die Verwirklichung der UN Kinderrechts-Konvention statt Überwachen und Erniedrigen in den Grauzonen der Hilfen zur Erziehung!

Dass aus Heimkarrieren unter den Vorgaben des KJHG/SGB VIII Maßnahmen-Karrieren geworden sind, ist bekannt. Bekannt ist auch, dass am Ende beider Karrieren die geschlossene Unterbringung stand und steht. Sah es in den achtziger Jahren so aus, als würde die die geschlossene Unterbringung insgesamt abgeschafft und sah das neue KJHG dieses Instrument ausdrücklich nicht vor, so hat sich die Zahl der geschlossenen Unterbringungsplätze in den letzten 20 Jahren von ca. 125 auf knapp 400 mehr als verdreifacht. Nach der tendenziell positiven Evaluation der Einsperrung im Namen des Kindeswohls durch das DJI und der erst vorsichtigen (11. Kinder- und Jugendbericht 2001: 239 f.) und dann entschiedenen Befürwortung geschlossener Unterbringung als Hilfe zur Erziehung (14. Kinder- und Jugendbericht 2013: 349 f.) ist mit einem weiteren Anstieg der Platzzahlen sowie der öffentlichen Akzeptanz dieser Form der Ausschließung zu rechnen.

Gegen diese vorherrschende Tendenz halten wir fest:

Es gibt keine schwierigen Jugendliche, es gibt schwierige Entscheidungssituationen, in denen Fachkräfte sich nach einer in der Regel heftigen Eskalation gezwungen sehen, sich für eine geschlossene Unterbringung zu entscheiden, weil sie keine Alternativen sehen. An dieser hegemonialen Praxis ist also anzusetzen, will man die geschlossene Unterbringung wirklich abschaffen. Weiterlesen

Diskussionsveranstaltung „Entschlossen Offen – Kein Ein- und Ausschluss in der Jugendhilfe“ am 13.07. von 09:30 – 16:30 Uhr in Hamburg

21 Jun

FÜR DAS RECHT IN FREIHEIT UND WÜRDE ERZOGEN ZU WERDEN: ENTSCHLOSSEN OFFEN – KEIN EIN- UND AUSSCHLUSS IN DER JUGENDHILFE

Am Montag, dem 13.7.2015 von 09:30 – 16:30 Uhr in der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Trostbrücke 6

Eine Diskussion über Chancen und Möglichkeiten, pädagogisch begründeten Freiheitsentzug, Machtmissbrauch, Entwürdigung und Heimkarrieren in Hamburg zu verhindern.

Mit Staatsrat Jan Pörksen, Prof. Tilman Lutz, Dr. med. Charlotte Köttgen, Dr. Wolfgang Hammer, Prof. Timm Kunstreich, Burkhard Czarnitzki, Maren Peter, Dr. Melanie Leonhard (SPD), Dr. Wolfgang Philipp Heißner (CDU), Anna Gallina (Bündnis 90 – Die Grünen), Sabine Boeddinghaus (Die LINKE) und Prof. Michael Lindenberg (Moderation).

Anders als bei der Wiedereröffnung der Geschlossenen Unterbringung Feuerbergstraße Anfang 2003, die einer ordnungspolitischen Kampagne der Schill-Partei folgte und unnachgiebige Härte gegenüber Jugendlichen signalisieren sollte, hält – an sich – in Hamburg heute kaum jemand mehr den Einschluss von Kindern für einen pädagogisch sinnvollen Weg. Das Gleiche gilt für andere Formen der Entwürdigung und Erniedrigung, wie zuletzt in den Skandalheimen im Kreis Dithmarschen.

Warum will der neue Hamburger Senat, zusammen mit Bremen, nach der erfolgreichen Auflösung der „Feuerbergstraße“ vor sieben Jahren, jetzt dennoch wieder eine eigene Geschlossene Unterbringung einrichten?

Anmelden bitte über: FAX: 040 41 52 01 32 oder petra.kettnitz@paritaet-hamburg.de

Für weitere Informationen: Weiterlesen

Abendreihe „Das Kommune: Kämpfe um das Gemeinsame – Von Commons, Gemeingütern und Sozialer Infrastruktur“

2 Okt

Abendreihe_Flyer_coverDer AKS Hamburg lädt zur Abendreihe „Kommunale Sozialforschung konkret“ ein, die in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kommunale Sozialforschung e.V. organisiert und durchgeführt wird. Das Thema lautet „Das Kommune: Kämpfe um das Gemeinsame – Von Commons, Gemeingütern und Sozialer Infrastruktur“. Die Veranstaltungen der Reihe finden im Centro Sociale statt.

Die Themen der vier Termine lauten:

  • 28.10.14 – 19 Uhr: „Commoning: Von gesellschaftlicher Transformation, staatlicher Regulation und Kritischer Sozialer Arbeit“ (Johannes Euler, Florian Muhl)
  • 20.11.14 – 19 Uhr: „Staatlich finanziert – demokratisch investiert? Commons als Sozialgenossenschaften“ (Timm Kunstreich)
  • 09.12.14 – 19 Uhr: „Comuna im Aufbau – Basisdemokratie à la Bolivariana“ (Tim Graumann)
  • 06.01.15 – 19 Uhr: „Recht auf Stadt und Gemeingüter“ (Joscha Metzger)

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden: Download Flyer Abendreihe

Der komplette Ankündigungstext und weitere Informationen zu den einzelnen Terminen ist auch im Folgenden zu finden. Weiterlesen

Dressur zur Mündigkeit? – Aufruf zu bundesweiter Kampagne

21 Jul

Für die Verwirklichung der UN Kinderrechts-Konvention statt Überwachen und Erniedrigen in den Grauzonen der Hilfen zur Erziehung!

„Wenn das aber stimmt, gibt es Todsünden der Pädagogik, nämlich Arrangements und Umgangsformen, in denen Menschen nicht anerkannt werden, in denen sie nicht lernen können, sich selbst zu achten und zu mögen, in denen ihnen von anderen demütigend, stigmatisierend und strafend signalisiert wird, dass es kein Glück ist, dass sie auf dieser Welt sind, dass es besondere Herablassung braucht, damit sie überhaupt ausgehalten werden, dass sie sich Mühe geben müssen, damit sie irgendwo einen Platz in der Welt finden, die sie eigentlich nicht braucht.“ (Hans Thiersch 2014:24)

Manfred Kappeler zieht aus den Runden Tischen Heimerziehung in West und Ost folgendes Fazit: „Zuerst das Positive: der Kampf der ehemaligen Heimkinder und ihrer UnterstützerInnen hat sich gelohnt und lohnt sich immer noch, weil das jahrzehntelange Schweigen über die Gewalt, der Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung ausgesetzt waren, gebrochen werden konnte…..

Nun das Negative: Die Jugendhilfe hat sich im Ganzen ihrer Vergangenheitsschuld nicht gestellt. Das bedeutet auch, dass die Chance, aus der kritischen Selbstreflexion der ‚dunklen Seite‘ ihrer Geschichte für die Gegenwart und für die Zukunft zu lernen, weitgehend nicht genutzt hat. Die in vielen Bundesländern wieder praktizierte ‚geschlossene Unterbringung‘ von wieder als ‚verwahrlost und schwersterziehbar‘ definierten Kindern und Jugendlichen ist ein Beispiel dafür“ (2013:30).

Dass aus Heimkarrieren unter den Vorgaben des KJHG/SGB VIII Maßnahmen-Karrieren geworden sind, ist bekannt. Bekannt ist auch, dass am Ende beider Karrieren die geschlossene Unterbringung stand und steht. Sah es in den achtziger Jahren so aus, als würde die die geschlossene Unterbringung insgesamt abgeschafft und sah das neue KJHG dieses Instrument ausdrücklich nicht vor, so hat sich die Zahl der geschlossenen Unterbringungsplätze in den letzten 20 Jahren von ca. 125 auf knapp 400 mehr als verdreifacht. Nach der tendenziell positiven Evaluation dieser Einschließung im Namen des Kindeswohls durch das DJI und der erst vorsichtigen (11. KJB 2001:239f.) und dann entschiedenen Befürwortung geschlossener Unterbringung als Hilfe zur Erziehung (14. KJB 2013:349f.) ist mit einer weiteren Steigerung der Plätze sowie einer weiteren öffentlichen Akzeptanz dieser Ausschließung zu rechnen. Weiterlesen

Armut in Harburg – was können wir gemeinsam dagegen tun? Perspektiven für eine bessere Soziale Arbeit im Stadtteil

1 Apr

Fast jedes fünfte Hamburger Kind unter 15 Jahren lebt von Hartz IV.
In Harburg ist die Kinderarmut noch größer. Mangel an Bildung,
Gesundheit, Mobilität und Gestaltungsmöglichkeiten gehören hier zum Alltag.
Doch gerade in den besonders stark betroffenen Stadtteilen wirken Kürzungen
in der Offenen Kinder- und Jugendhilfe dramatisch: Es gibt immer weniger
passende Unterstützung für arme Kinder und ihre Familien.

Die Fraktion DIE LINKE will‘s wissen: Wie können wir gemeinsam Ideen und  Projekte entwickeln, damit Kinder trotz der vielen Zumutungen, Kürzungen und
festgezurrten Strukturen in unserer Stadt gut leben können? Gemeinsam mit dem
Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hamburg (AKS), mit AkteurInnen der
Sozialen Arbeit, mit engagierten und interessierten Menschen aus Hamburger Stadtteilen und mit Ihnen wollen wir ins Gespräch kommen und herausfinden:
Welche sozialen Angebote brauchen wir in den Stadtteilen?
Wie sieht Soziale Arbeit im Stadtteil aus, die sich an den Bedürfnissen
der AnwohnerInnen orientiert und sie stärkt? Welche Beispiele können Mut machen?
Wie und mit wem können wir gemeinsam unsere Ideen umsetzen?

Kommen Sie vorbei und reden Sie mit!

Mittwoch, 16.04.2014, 19 Uhr
Feuervogel Bürgerzentrum Phoenix
Maretstraße 50, Hamburg-Harburg

Weitere Termine und Informationen:
http://www.linksfraktion-hamburg.de

Flyer zum Download

Aufruf zur Aktionskonferenz ‚Care Revolution‘ am 14. – 16.03.2014 in Berlin

16 Dez

Vom 14. bis 16. März 2014 findet in Berlin die Aktionskonferenz ‚Care Revolution‘ statt, zu der wir hiermit herzlich einladen möchten.

Nähere Informationen sind auf der Seite zur Konferenz zu finden: http://care-revolution.site36.net/.

Hier der Einladungstext:

Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!

Veranstalter: AK Reproduktion, Feministisches Institut Hamburg und Rosa‐Luxemburg‐Stiftung

Krise sozialer Reproduktion

Um für uns und andere zu sorgen, brauchen wir Zeit und Ressourcen aller Art. Dies ist grundlegend für  die  Verwirklichung  unserer  Bedürfnisse  und  Interessen  –  für  ein  gutes  Leben.  In  einem kapitalistischen System spielen menschliche Bedürfnisse jedoch nur insofern eine Rolle, als sie für die Herstellung  einer  flexiblen,  kompetenten,  leistungsstarken,  gut  einsetzbaren  Arbeitskraft  von Bedeutung  sind.  Sorgearbeit  wird  gering  geschätzt  und  finanziell  kaum  unterstützt.  Dies  gilt insbesondere  in  der  derzeitigen  Krise  sozialer  Reproduktion,  die  wir  als  einen  zugespitzten
Widerspruch zwischen Profitmaximierung und Reproduktion der Arbeitskraft verstehen. Diese soziale Reproduktionskrise hat viele Facetten:

  • Staatliche Dienstleistungen decken nicht den steigenden gesellschaftlichen Bedarf an Bildungund  Erziehung,  Gesundheit  und  Pflege:  An  Kinderbetreuung  und  schulischer  Bildung  wirdgespart; alte und kranke Menschen werden nicht mehr ausreichend versorgt; Menschen mit Beeinträchtigungen  erhalten  zu  wenig  Assistenz.  Für  die  staatliche  Subventionierungprofitabler  Güterproduktion,  wie  der  Automobilindustrie,  stehen  in  der  Krise  Milliarden  zur Verfügung,  ebenso  wie  für  die  Rettung  von  Privatbanken.  In  Kindergärten,  Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen,  Krankenhäusern  und  Pflegeheimen  wird  nur  ein  Bruchteil  dessen investiert.  Weiterlesen